Heute sind wir ziemlich verschlafen zum Frühstück und dann haben wir mal besprochen, wie wir unsere letzten Tage verbringen wollen. Von der ursprünglich vorgesehenen Fahrt nach Key West mussten wir leider absehen, weil heute Samstag ist und beinahe alles ausgebucht war. Deswegen beschlossen wir, stattdessen nach Everglades zu fahren und dort mit einem Airboat eine Rundfahrt durch die Sumpflandschaften von Florida zu machen. Auf einer fadengeraden Strecke, bei der sogar die Queens of the Stone Age schläfrig machten, fuhren wir zum Ziel. Dort verwies uns die schlechtgelaunte Dame am Empfang, dass wir uns bei Captain Bill melden sollen. So bespritzten wir unsere Haut mit Sonnencreme und Insektenverscheucher, was das Zeugs hielt. Beides sollte nur bedingt wirken. Während wir auf unseren Captain warteten, klärte uns ein Angestellter über die Alligatoren auf. Er verfügte gleich über ein Junges, dass in einem Aquarium ein zufriedenes Dasein fröhnte. Er erklärte uns auch, dass die Chancen gut stünden, dass es nicht zu einer Tasche, ein paar Schuhen oder einem Portemonnaie verarbeitet würde. Wir durften das kleine Ding auch halten. Natürlich hatten wir alle den Schiss in der Hose, aber wir wollten da im Hinterland doch zeigen, dass wir Manns genug sind, ein Alligatorenbaby (3 Jahre alt) in der Hand zu halten. Endlich tauchte Captain Bill auf und wir gingen an Bord. Er erklärte uns die Fauna der Everglades, zeigte uns die übergebliebenen Schienen, die vom einem Hurrikan im den 60ern zerstört worden war, und machte uns auf viele Tiere aufmerksam. Wir sahen Alligatoren, einen Waschbären, einen Pelikan und andere exotische Vögel, Krebse und zu guter Letzt natürlich auch genügend Mosquitos. Zerstochen aber glücklich gingen wir eine Stunde später wieder an Land, setzten uns ins Auto und während wir sprachen, tauchte Captain Bill auf und bat uns um eine Mitfahrgelegenheit. So bekamen wir auch Empfehlungen und Informationen über das 500-Seelen-Dörfchen. Nachdem wir Bill abgeladen hatten, checkten wir bei unserer Bleibe ein. Es stellte sich heraus, dass wir in einer Hütte nächtigen können, welche vom nahe liegenden Supermarkt / Kaffee / Bootsverleih verwaltet wird. Nach dem jeder seine sportlichen Aktivitäten verrichtet hatte, entschlossen wir uns, beim vom Captain empfohlenen Restaurant zu speisen. Der Hunger war gross, so dass wir ordentlich bestellten. Nebst frittierten Calamares als Vorspeise und Shrimps zum Salat, erhielten wir eine Auswahl von weiteren frittierten Meeresgerichten. Die Alligatoren (jep, es waren wirklich Alligatoren) schmeckten ausgezeichnet. Anschliessend fuhren wir völlig übersättigt zurück zu unserer Hütte, wo wir den Abend ausklingen liessen.

















































































































